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Das Sternbild Eidechse - Lat. Lacerta - Abk. Lac
Das kleine Sternbild Eidechse liegt am Sommerhimmel. Dort ist es eingebettet zwischen den großen und seit der Antike bekannten Sternbildern Schwan, Cepheus; Cassiopeia, Andromeda und Pegasus. Es wurde vom Danziger Astronomen Johann Hevel im Jahre 1687 erstmals beschrieben. 1690 wurde es erstmals im Himmelsatlas „Firmamentum Sobiescianum sive Uranographia“ dargestellt, der auf den von Hevel gemessenen Sternpositionen beruhte. Dadurch wurde das Sternbild Eidechse der astronomischen Öffentlichkeit bekannt und ist heute auf allen Himmelsatlanten und Sternkarten zu finden.
Das Sternbild Eidechse ist klein. Mit dem bloßen Auge betrachtet sieht es sehr unauffällig aus. Seine hellsten Sterne erreichen nur eine scheinbare Helligkeit von ca. 4m. Doch bereits ein kleines Fernglas zeigt im Sternbild Eidechse sehr viele Sterne, denn es liegt mitten im Band der Sommermilchstraße. Da das Sternbild im September gegen Mitternacht über Mitteleuropa im Zenit steht, bietet es sich zur Beobachtung während der Sommernacht geradezu an.
Die sechs hellsten Sterne des Sternbilds bilden am Himmel die Ecken einer Zickzacklinie, die ca. 20° östlich von Deneb von Nord nach Süd verläuft. Man kann sich gut vorstellen, dass sie eine kleine Eidechse repräsentieren, die sich wohlig über den Sternenhimmel schlängelt. Dies sechs Sterne sind von Nord nach Süd Beta Lacertae (4,4m), Alpha Lacertae (3,8m), 4 Lacertae (4,4m), 5 Lacertae (5,6m), 6 Lacertae (5,1m) und 1 Lacertae (5,2m).
Das Sternbild Eidechse bietet einige Doppelsterne. Am einfachsten ist Alpha Lacertae als Doppelstern zu sehen, jedes kleine Fernrohr zeigt einen 12m hellen Stern 34 Bogensekunden neben dem hellen Hauptstern. Diese beiden Sterne bilden jedoch kein physisches Paar. Alpha ist ein Stern der Spektralklasse A, ca. 100 Lichtjahre entfernt. Ein sehr schöner Doppelstern ist 8 Lacertae (6,0m), den man ca. 3,2° südlich von 2 Lacertae auffinden kann. Im kleinen Fernrohr zeigt sich 8 Lacertae als Mehrfachsystem, die beiden hellsten Partner stehen 22 Bogensekunden auseinander, sie sind blauweiß, liegen 2000 Lichtjahre entfernt und sind gleich hell. Das Sternbild bietet noch mehr leicht aufzufindende Doppelsterne, die für die Beobachtung im kleinen Fernrohr gut geeignet sind: 10 Lacertae (5,5m), 13 Lacertae (5,5m), 15 Lacertae (5,0m) und 16 Lacertae (5,0m).
Im Sternbild Eidechse kann man einige Offene Sternhaufen beobachten. Diese sind hier vor dem reichen Hintergrund der Milchstraßensterne nicht leicht auszumachen, zumal diese Sternhaufen auch nicht so hell sind wie z. B. M11. Ca. 1,5 Grad nordwestlich des Sterns 4 Lacertae liegt der kleine Offene Sternhaufen NGC 7243. Er bietet im Fernrohr ab 6 Zoll Öffnung mehrere hübsche Sterngruppen. Ca. 2,6° westlich von 2 Lacertae liegt der Offene Sternhaufen NGC 7209. Auch er ist nicht hell, aber im Fernrohr ab 6 Zoll schön zu sehen. Ca. 0,6° östlich von Beta Lacertae liegt der kleine Offene Sternhaufen NGC 7296. Im kleinen Fernrohr erscheint er als kleines und schwaches Nebelfleckchen, in größeren Fernrohren wird er in eine Gruppe schwacher Sternchen aufgelöst.
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