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Das Sternbild Grabstichel - Lat. Caelum - Abk. Cae
Von 1750 bis 1754 vermaß der französische Mathematiker und Astronom Nicolas Louis de Lacaille die Positionen von 10000 Sternen am südlichen Sternenhimmel in der Nähe von Kapstadt in Südafrika. Hierbei fand er, dass am Südhimmel nicht genug Sternbilder existierten, wie er sie zur leichteren Orientierung am Himmel und zur Vermessung der Sternpositionen benötigte. Daher schuf er 15 neue Sternbilder. Eines davon ist das Sternbild Grabstichel (Caelum).
Das Sternbild stellt das Gravierwerkzeug dar, mit dem damals Druckplatten für die Illustrationen wissenschaftlicher Bücher erstellt wurden. Es liegt am Himmel zwischen den Sternbildern Eridanus, Hase, Taube, Maler, Doradus und Pendeluhr.
Mit seiner Fläche von 125 Quadratgrad liegt es unter den 88 Sternbildern auf dem 81. Rang. Es ist sehr unauffällig, da sein hellster Stern nur eine Helligkeit von 4,45m erreicht. Nur die nördlichsten Sterne des Sternbilds Grabstichel sind von Süddeutschland aus zu sehen, wenn sie im Dezember bei kristallklarem Himmel niedrig über dem Südhorizont kumulieren.
Alpha Caeli ist ein 4,45m heller Zwerg der Spektralklasse F2, ca. 72 Lichtjahre entfernt. Beta Caeli ist ein 5m heller Zwerg der Spektralklasse F8, ca. 91 Lichtjahre entfernt. Gamma Caeli ist ein 4,5m heller Unterriese der Spektralklasse K2, ca. 180 Lichtjahre entfernt. Er ist der nördlichste der helleren Sterne des Sternbilds.
Gamma Caeli ist ein Doppelstern. Wenn man den 2,6m hellen Phact (Alpha Columbae) erkennen kann, kann man versuchen, Gamma Caeli aufzuspüren: Gamma liegt 7,3° westlich von Phact.
Die 11,4m helle Galaxie NGC 1679 ist das einzige „bekanntere“ Deep-Sky-Objekt im Sternbild Grabstichel. Sie wurde im Jahre 1835 von John Herschel entdeckt. Vom Hubble-Teleskop gibt es eine schöne Aufnahme dieser Balkenspiralgalaxie. NGC 1679 liegt ca. 4,5°nordwestlich von Gamma.
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