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Das Sternbild Steinbock - Lat. Capricornus - Abk. Cap
Der Steinbock gehört zu den ältesten Sternbildern. In der griechischen Mythologie stellt es Pan dar, der durch eine Laune des Zeus an den Himmel versetzt wurde.
Pan trug an seinem wolligen Kopf zwei kleine, krumme Hörner. Seine Beine und Füße waren die einer Ziege. Er wuchs gemeinsam mit Zeus in Kreta auf und entwickelte bald eine unzähmbare Neigung zu hübschen, jungen Frauen und Alkohol, von dem er Unmengen vertragen konnte. Bei diesem Konsum produzierte er ein grauenvoll misstönendes Gegröle, dessen Klang Alles und Jeden umgehend in die Flucht schlug. Noch heute spricht man in Erinnerung daran vom "panischen Schrecken". Das Gegröle war eine wirksame Waffe: Als die olympischen Götter in der großen Schlacht um die Macht den Titanen und Giganten der Erdmutter Gaia zu unterliegen drohten, vertrieb Pan die übermächtigen Gegner mit seiner Stimme. Wenn man sich die allegorischen Darstellungen des Sternbilds Steinbock auf alten Sternkarten anschaut, zeigen sie nicht Pan, sondern einen Ziegenbock mit einem geringelten Fischschwanz. Schon bei den Sumerern trug das Sternbild Steinbock um 2800 v. Chr. den Namen "Ziegenfisch". Das Sternbild ist offensichtlich viel älter als das klassische Griechenland. Das Sternbild Steinbock bedeckt am Himmel 414 Quadratgrad. Es ist sehr unauffällig, denn es enthält keine hellen Sterne. Der Steinbock kulminiert im August gegen Mitternacht, in weiten Teilen Mitteleuropas erreicht er nur einen Horizontabstand von weniger als 30°. Diese horizontnahe Lage schränkt die Beobachtungsmöglichkeiten für dieses Sternbild ein. Von Bedeutung ist der Steinbock jedoch als Tierkreissternbild, da Sonne, Mond und Planeten regelmäßig hindurchwandern. Der südliche Wendekreis wird "Wendekreis des Steinbocks" genannt. Der hellste Stern im Steinbock ist mit 3,6 m Algiedi (Alpha Capricornii). Algiedi ist ein visueller Doppelstern, die beiden Partner umkreisen einander nicht, sondern stehen von uns aus gesehen zufällig in derselben Richtung. Dabih (Beta Capricornis) ist jedoch ein echter Doppelstern, der helle Hauptstern erscheint orange, sein schwächerer Begleiter blauweiß. Nashira (Gamma Capricornii) ist ein 3,8 m heller, weißer Stern. Der 2,9 m helle Deneb Algiedi (Delta Capricornis) ist der Stern, bei dem Neptun 1846 vom Berliner Astronomen Galle und seinem Studenten dÁrrest erstmals aufgespürt wurde. Der Steinbock enthält zahlreiche helle Doppelsterne, z, B, Alpha 1, Beta, Pi, Rho, Omikron, Tau, Zeta und 41 Capricornii. 6, 5° südlich von Gamma Capricornii liegt der kleine Kugelsternhaufen M30. Weitere für kleine Teleskope erreichbare Deep-Sky-Objekte bietet der Steinbock nicht. |
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