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Das Sternbild Südliche Krone - Corona Australis - Abk. CrA

Sternbild Südliche Krone


Das Sternbild Südliche Krone gehört zu den 48 klassischen Sternbildern der Antike. Es grenzt im Norden und Osten an das Sternbild Schütze, im Süden an die Sternbilder Teleskop und Ara, im Westen an den Skorpion. Mit seiner Fläche von 128 Quadratgrad rangiert es unter den 88 Sternbildern an der 80. Position.
Aufgrund seiner südlichen Lage ist es von Mitteleuropa aus nicht zu sehen. Von Südeuropa aus sind die Möglichkeiten zur Beobachtung des Sternbilds erheblich besser.
Aber auch dort erscheint die Südliche Krone als ein unauffälliges Sternbild. Was bewog die antiken Astronomen dazu, dieses unauffällige kleine Sternbild zu schaffen, das keine hellen Sterne enthält?
Die Südliche Krone stellte den Ehrenkranz des Krotos dar. Krotos war ein Sohn des Pan und der Nymphe Eupheme. Wie sein Vater war auch Krotos ein lebensfroher und tatkräftiger Geselle, der das Singen und die Künste liebte und gerne in der Gesellschaft der Musen war. Aus tiefer Begeisterung für ihre schönen Darbietungen erfand er den spontanen Applaus. Von dieser Erfindung waren wiederum die Musen so begeistert, dass sie ihm einen Ehrenkranz zu Füßen legten und Zeus nach dem Tod des Krotos baten, ihren leidenschaftlichen Bewunderer als Sternbild an den Himmel zu versetzen. So kam Krotos als das Sternbild Schütze zusammen mit seinem Ehrenkranz, dem Sternbild Südliche Krone an den Himmel.
Die Südliche Krone kulminiert im August. Wer dann z. B. nach Südeuropa oder Afrika fährt, kann das Sternbild dort mit Fernglas und Fernrohr gut beobachten. Es zeichnet sich durch seine markante Sternenkette aus schwachen Sternen aus, die in einem leichten, nach Westen geöffneten Bogen von Norden nach Süden verläuft. Sie besteht aus den Sternen Gamma, Alpha, Beta und Zeta Coronae Australis. Mit 3,9m ist Beta der hellste Stern im Sternbild.
Gamma ist ein enger Doppelstern, der in mittelgroßen Fernrohren getrennt gesehen werden kann. Schon ein kleines Fernrohr trennt die beiden verschiedenfarbigen Partner des 6m hellen Doppelsterns Kappa, der ca. 7° westlich von Beta zu finden ist.
Der Reiz dieses kleinen Sternbilds liegt in seiner Nähe zur Milchstraße. Es enthält daher nicht nur viele schwache Sterne, sondern auch markante Reflektionsnebel und Dunkelwolken. Hervorzuheben sind hier die NGC 6726 und NGC 6729, die dicht beieinander nahe zur Grenze zum Schützen dicht bei Gamma Coronae Australis zu finden sind. Da das Sterbild Südliche Krone nahe der Sichtlinie zum Milchstraßenzentrum mit seiner Schar von Kugelsternhaufen liegt, hat auch das Sternbild Südliche Krone einen schönen Kugelsternhaufen. Das ist NGC 6541. Er ist 6,6m hell und wird schon in kleineren Fernrohren gut aufgelöst.

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