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Das Sternbild Wolf - Lupus - Abk. Lup

Sternbild Wolf


Das Sternbild Wolf (Lupus) gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, die schon in der Antike bekannt waren. Den Namen „Wolf“ hat es aber erst seit dem Mittelalter. Bei den klassischen Astronomen Griechenlands hieß es „Therion“ (Tier), ihre römischen Kollegen nannten es „Bestia“ bzw. „Fera“(wildes Tier), oder „Hostia“ (Opfertier). Die Araber sahen in dem Sternbild einen Leoparden oder Panther.
Unter dem Namen „Lupus“ (Wolf) erscheint das Sternbild erstmals in den Alphonsinischen Tafeln (um 1270). Erst im 19. Jahrhundert wurde dieser Name für das Sternbild allgemein gebräuchlich.

Häufig wird das Sternbild als Opfertier gedeutet, das vom Centauren aufgespießt ist, um von ihm auf dem Altar (dem Sternbild Ara i20° östlich) geopfert zu werden. Dazu gibt es Darstellungen auf Himmelsatlanten des 17. Jahrhunderts, jedoch keine antiken Quellen.

Das Sternbild Wolf liegt südlich des Sternbilds Waage zwischen den Sternbildern Skorpion, Norma, Circinus und Zentaur. Mit seiner Fläche von 334 Quadratgrad rangiert es in der Liste der 88 Sternbilder an der 46. Stelle. Vor 2000 Jahren war es von Südeuropa aus vollständig zu überblicken, aufgrund der Präzession der Erdachse ist das heute nicht mehr der Fall. Von Mitteleuropa aus sind unter idealen Bedingungen nur einige schwachen Sterne in nördlichsten Bereich dieses Sternbilds in Juni und Juli sichtbar.

Sehr viel besser zu sehen ist das Sternbild im Sommer in Nordafrika. Drei Sterne (Alpha Lupi, Beta Lupi, Gamma Lupi) sind heller als 3m. Kappa Lupi ist ein Doppelstern, der schon in kleinen Teleskopen getrennt gesehen werden kann. Der Stern My Lupi ist ein Vierfachstern. Bereits mit bloßem Auge sind zwei Sterne sichtbar. Zur Beobachtung aller vier Komponenten benötigt man ein Teleskop. Alle diese Sterne sind von Mitteleuropa nicht sichtbar.

Durch den Süden des Sternbilds zieht sich die Milchstraße. Daher gibt es dort Offene Sternhaufen (z. B. der kleine helle NGC 5822 und NGC 5749). Außerdem findet man hier Kugelsternhaufen, da es mit geringem Winkelabstand zum Milchstraßenzentrum liegt (NGC 5986, NGC 5927 und NGC 5824). Von Mitteleuropa aus sind diese Objekte nicht beobachtbar.

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